Expert/innen-Tagung: Gegen Gewalt an Frauen
Termin: 26.11.2026
Uhrzeit: 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Dauer: 4 Stunden
Ort: Integrationszentrum Wien
Im Rahmen der UN-Kampagne „Orange the World – 16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ lädt der ÖIF zum Expert/innen-Austausch über Gewalt gegen Frauen im Kontext von Migration und Integration. Aus verschiedenen Blickwinkeln werden Ansätze zur Gewaltprävention, aktuelle Zahlen zu Femiziden und Zwangsheirat sowie Hintergrundwissen und Handlungsempfehlungen zu FGM/C und Negativer Sozialer Kontrolle präsentiert.
Birgitt Haller: Femizide und Zwangsheirat – massive Gewalt gegen Frauen
Gewalt gegen Frauen international; Gewaltschutz und Gewaltschutzgesetze in Österreich; Studien zu Frauenmorden und zu Zwangsheirat
Birgitt Haller ist studierte Rechts- sowie Politikwissenschaftlerin. Ab 1990 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Konfliktforschung (IKF), einem Verein zur Erforschung politischer und gesellschaftlicher Konflikte. Ab 1994 verantwortete sie das Projektmanagement und war von 2012 bis 2023 wissenschaftliche Leiterin. Als externe Lektorin ist Haller u. a. an der Uni Wien tätig. Ihre Schwerpunkte liegen in der Gewalt-, Gender- und Justizforschung.
Katharina Reisinger und Theresa Amon (ÖIF): Wenn Freiheit eingeschränkt wird – Negative Soziale Kontrolle erkennen
Einblick in die Arbeit des ÖIF-Frauenzentrums; Konzept der Negativen Sozialen Kontrolle kennenlernen; Handlungsansätze und Unterstützungsmöglichkeiten für die eigene Praxis
Katharina Reisinger ist seit 2024 als Sozialarbeiterin im ÖIF-Frauenzentrum Wien tätig. Dort begleitet und berät sie Frauen auf ihrem Weg zu einem selbstbestimmten Leben in Österreich. Sie studierte Soziale Arbeit und im Master Internationale Entwicklung. Sie verfügt über umfassende Erfahrung in der Beratung von Zuwanderinnen, insbesondere in den Bereichen Gewaltprävention und Gewaltschutz, und bringt hohe interkulturelle Fachkompetenz sowie psychosoziale Beratungserfahrung mit.
Theresa Amon ist stellvertretende Leiterin des ÖIF-Frauenzentrums Wien, das Zuwanderinnen mehrsprachige Beratung, Sprechstunden und Seminare anbietet. Sie studierte Romanistik, Orientalistik und Globalgeschichte in Wien und Paris. Seit Beginn ihrer beruflichen Laufbahn befasst sie sich mit Integrationsprozessen und legt dabei einen besonderen Schwerpunkt auf Frauenförderung, Gewaltprävention und den Schutz von Mädchen und Frauen.
Umyma El-Jelede und Friederike Widholm (FEM Süd): Weibliche Genitalverstümmelung (FGM/C) und andere Formen traditionsbedingter Gewalt
Definitionen und Formen von FGM/C; Prävalenz und Inzidenz von FGM/C; Komplikationen von FGM/C; rechtliche Situation und Handlungsempfehlungen
Umyma El-Jelede ist Ärztin sowie Sozial- und Gesundheitsberaterin. Sie engagiert sich gegen weibliche Genitalverstümmelung und hat das Projekt „Gesundheitsberatung für Frauen mit Migrationserfahrung mit dem Schwerpunkt weibliche Genitalverstümmelung (FGM/C)“ ins Leben gerufen. El-Jelede ist Mitarbeiterin des Frauengesundheitszentrums FEM Süd und hält dort Vorträge und Workshops.
Friederike Widholm ist diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin sowie OP-Instrumentarin und hat einen Abschluss in Soziologie mit Schwerpunkt auf Empirischer Sozialforschung, Bildungssoziologie sowie Wirtschafts- und Organisationssoziologie. Zudem ist sie Systemischer Coach. Widholm hatte von 2004 bis 2019 die Geschäftsführung am Linzer Frauengesundheitszentrum inne.
Zur Anmeldung: Link