Muslim/innen in Wien zwischen Religion, Kultur und Rechtsstaat
Vortragende: Erwin Ebermann und Ferdinand J. Haberl
Termin: 19.11.2026
Uhrzeit: 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr
Dauer: 3 Stunden (Online)
Schwerpunkte:
- Vorstellung der Studien „Muslim/innen im Großraum Wien zwischen Religion und Rechtsstaat“ mit zusätzlichen, bisher unveröffentlichten Analysen
- Werte und Einstellungen nach Geschlecht, Herkunft, Bildung, Alter, Aufenthaltsdauer
- Religiöse Gebote versus staatliche Gesetze in einer pluralistisch-demokratischen Gesellschaft
- Akzeptanz der Gleichberechtigung der Geschlechter und von verschiedenen Eigenheiten, sexuellen Einstellungen und Lebensentwürfen
- Diskussion von weit verbreiteten Annahmen wie etwa “größere soziale Unterstützung verstärkt die Akzeptanz lokaler Werte und des Rechtssystems”
Ziele: Kennenlernen der Vielfalt und Differenzierung des muslimischen Wien; Informationen zum möglichen Spannungsfeld zwischen religiösen Werten und staatlichen Gesetzen bzw. den Werten einer pluralistisch-demokratischen Gesellschaft
Erwin Ebermann war bis 2019 Senior Lecturer am Institut für Afrikawissenschaften der Universität Wien und hat 10 Jahre Forschung in meist muslimisch dominierten Ländern Afrikas betrieben. Seine Forschungsschwerpunkte sind u. a. Linguistik, Entwicklung, Afrikaner in Österreich, Integration und Migration, Generationskonflikte, religiöser Wandel, Muslim/innen in Wien. Er hat zahlreiche Artikel und Bücher publiziert.
Ferdinand J. Haberl ist seit 2020 stellvertretender Direktor der Dokumentationsstelle Politischer Islam. Zuvor leitete er das KIRAS-Forschungsprojekt FORREST, lehrte an den Universitäten Wien und Ljubljana und publizierte bei Springer. Er promovierte in Orientalistik und hat Abschlüsse in Islamwissenschaften, Sicherheitsstudien, Recht und Dokumentarfilmregie. Er ist Co-Lead des EU Knowledge Hub Panels „Local Dimensions, Polarisation and Resilience Building“.
Zur Anmeldung: Link