29.05.2026, 07:29 Uhr

Arbeitskräftebedarf in der Pflege: ÖIF lud zum 7. Expert/innen-Forum in Wien

40 Expert/innen aus Arbeitsmarkt, Wirtschaft, Pflege und Integration diskutierten Maßnahmen zur Integration internationaler Fachkräfte in Arbeitsmarkt und Pflege

Eine Gruppe von Menschen sitzt an einem Tisch in einem Besprechungsraum. Ein Mann in einem Anzug spricht, während andere Teilnehmer, darunter Frauen, aufmerksam zuhören. Im Hintergrund steht ein Banner mit der Aufschrift "Integration in Österreich". Wasserflaschen und Notizen liegen auf dem Tisch.

Edwin Schäffer (Leitung Büro für Grundsatzangelgenheiten) eröffnete das 7.Expert/innenforum © Olha Soldatenko/ÖIF

Ein Konferenzraum mit mehreren Personen, die an einem langen Tisch sitzen. In der Mitte steht ein Präsentationsbildschirm. Eine Person referiert im Vordergrund. Wasserflaschen und Gläser sind auf dem Tisch verteilt. Eine professionelle Atmosphäre ist sichtbar.

Im Mittelpunkt des 7. Expert/innenforums stand die Frage, wie man ausländische Fachkräfte erfolgreich in den österreichischen Arbeitsmarkt integrieren kann © Olha Soldatenko/ÖIF

Eine Gruppe von Fachleuten sitzt um einen Tisch in einem Besprechungsraum. Einige Teilnehmer sprechen, während andere zuhören. Auf dem Tisch stehen Wasserflaschen und Notizen. Im Hintergrund ist ein Präsentationsbereich sichtbar.

© Olha Soldatenko/ÖIF

Wie gelingt die nachhaltige Integration ausländischer Pflegekräfte im Arbeitsalltag? Diese Frage stand im Mittelpunkt des 7. Expert/innen-Forums zur Integration von qualifizierten Zuwander/innen und Schlüsselarbeitskräften, das am 28. Mai 2026 im ÖIF-Integrationszentrum Wien stattfand. 40 Expert/innen aus Arbeitsmarkt, Wirtschaft, Pflege und Integration diskutierten auf Einladung des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Lösungsansätze bei der Integration internationaler Fachkräfte in Österreich. Vertreten waren unter anderem das Bundeskanzleramt (BKA), das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK), das Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF), das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET), das Arbeitsmarktservice (AMS), das Land Kärnten, die Oberösterreichische Gesundheitsholding, die Pflegeorganisation ALTER OÖ sowie 14 weitere Institutionen. Im Fokus standen konkrete Maßnahmen zur Arbeitsmarktintegration – von berufsbegleitendem Deutscherwerb über Anerkennung ausländischer Qualifikationen bis hin zu erfolgreichen Integrations- und Onboarding-Modellen im Pflegebereich. 

Ausländische Pflegekräfte: Expert/innen präsentieren Best Practices zur sprachlichen und beruflichen Integration 

Ein Schwerpunkt des Forums lag auf der Integration ausländischer Fachkräfte im Pflege- und Gesundheitsbereich. Die oberösterreichische Pflegeorganisation ALTER OÖ stellte mit dem gemeinsam mit dem ÖIF umgesetzten „Sprachkompass Pflege OÖ“ ein Modell zur sprachlichen Unterstützung internationaler Pflegekräfte vor. Das Land Kärnten präsentierte berufliche Weiterentwicklungsmöglichkeiten im Rahmen des Modells „Von der Pflegeassistenz zur Pflegefachassistenz“. Der Verein Tralalobe zeigte ein Projekt zur Qualifizierung ukrainischer Vertriebener für die Heimhilfe. Die Oberösterreichische Gesundheitsholding präsentierte Erfahrungen beim Onboarding internationaler Pflegekräfte aus Indien und zeigte Erfolgsfaktoren für nachhaltige Integration im Arbeitsalltag auf. 

Erwerbsverläufe von Zuwander/innen und Berufsanerkennung im Fokus 

Im zweiten Teil des Forums standen aktuelle Entwicklungen am österreichischen Arbeitsmarkt sowie die Anerkennung ausländischer Qualifikationen im Mittelpunkt. Das Forschungsinstitut Synthesis Forschung präsentierte Daten zu Erwerbsverläufen von Drittstaatsangehörigen und EU-Bürger/innen in Österreich. Das European Migration Network (EMN) stellte aktuelle Erkenntnisse zur Arbeitsmarktintegration von Migrant/innen mit Fokus auf qualifikationsadäquate Beschäftigung vor. Das AMS präsentierte mit „Easy Access Austria“ digitale Unterstützungsangebote für internationale Arbeitskräfte. Das BMASGPK und das Bundeskanzleramt informierten über aktuelle Maßnahmen zur Integration internationaler Fachkräfte sowie Entwicklungen in der Berufsanerkennung. Zudem präsentierte das BMFWF Neuerungen in den Bewertungsverfahren von ENIC NARIC.

ÖIF unterstützt ausländische Fachkräfte beim Deutschlernen 

Im Rahmen des Forums stellte der ÖIF zudem seine berufsbegleitenden Deutschlernangebote für internationale Fachkräfte vor. Die Angebote unterstützen Zuwander/innen dabei, ihre Deutschkenntnisse orts- und zeitunabhängig zu verbessern. Über das ÖIF-Sprachportal stehen pro Woche mehr als 70 digitale Deutschkurse mit qualifizierten Deutsch-Trainer/innen sowie digitale Selbstlernangebote zur Verfügung – darunter auch berufsspezifische Angebote für Pflege- und Gesundheitsberufe, Tourismus und Lebensmittelhandel. 

Über das ÖIF-Integrationsservice für Fachkräfte 

Als zentrale Anlaufstelle für Fachkräfte, ihre Angehörigen und Unternehmen bietet das ÖIF-Integrationsservice für Fachkräfte Informationen, Beratungen und Veranstaltungen zum Leben und Arbeiten in Österreich. Für Unternehmen stehen beim Integrationsservice Weiterbildungen und Deutschlernangebote zur Verfügung, um ausländische Mitarbeiter/innen bei ihrer Integration zu unterstützen. Weitere Informationen finden Sie unter www.integrationsservice.at

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