Land Steiermark und ÖIF schaffen mit digitalem Datenaustausch mehr Verbindlichkeit bei Integration
Die tägliche Arbeit mit der Integrationsschnittstelle und deren Vorteile wurden dem Landesrat praxisnah präsentiert ©ÖIF/Soldatenko
v.l.n.r Melanie Thilakaratne (Leitung Team Zertifizierung & Qualitätssicherung), Sabina Džalto (Leitung Integrationszentrum Steiermark), Landesrat Hannes Amesbauer, Julia Schmidlechner (Leitung Team Koordination) und Edwin Schäffer (Leitung Büro für Grundsatzangelegenheiten) ©ÖIF/Soldatenko
Integrationslandesrat Hannes Amesbauer besuchte am 17. September 2026 das ÖIF-Integrationszentrum Steiermark, um sich über die Integrationsarbeit des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) und die digitale Zusammenarbeit mit dem Land Steiermark zu informieren. Im Mittelpunkt standen die Beratung von Flüchtlingen und subsidiär Schutzberechtigten, die digitale Sprachstandsfeststellung sowie die praktische Anwendung der Integrationsschnittstelle des Bundes.
Hannes Amesbauer, Landesrat für Soziales und Asyl: „Wer Sozialunterstützung bezieht, muss sich auch an die damit verbundenen Regeln und Integrationspflichten halten. Mit unserer Reform des Steiermärkischen Sozialunterstützungsgesetzes haben wir deshalb nicht nur strengere Vorgaben und Sanktionen geschaffen, sondern im Juni auch den Vollzug mittels Erlasses weiter nachgeschärft. Die Integrationsschnittstelle des ÖIF ist dabei ein wichtiges Instrument, weil die zuständigen Behörden rasch über relevante Pflichtverletzungen informiert werden und die vorgesehenen Konsequenzen vollziehen können. Für mich ist klar: Strengere Regeln dürfen nicht nur auf dem Papier existieren, sie müssen in der Praxis auch konsequent angewendet werden.“
Sabina Džalto, Leiterin des ÖIF-Integrationszentrums Steiermark: „Der Österreichische Integrationsfonds stellt sämtliche Daten zu steuerfinanzierten Integrationsmaßnahmen vollständig, einheitlich und tagesaktuell in der Integrationsschnittstelle des Bundes zur Verfügung. Damit schaffen wir Transparenz über den Einsatz von Steuermitteln und eine verlässliche Grundlage für einen raschen und rechtssicheren Vollzug des Integrationsgesetzes in den Bundesländern.“
Tagesaktueller Datentausch schafft mehr Verbindlichkeit in der Integration
Durch die enge Zusammenarbeit von Land Steiermark und ÖIF stehen den zuständigen Behörden relevante Informationen zu Integrationsverläufen unmittelbar zur Verfügung. Verstöße wie Kursabbrüche oder unentschuldigtes Fernbleiben können damit rascher erkannt und entsprechende Verfahren eingeleitet werden. Möglich macht das die vom Bund betriebene Integrationsschnittstelle. Sie ermöglicht den digitalen Datenaustausch zwischen Einrichtungen, die Integrationsmaßnahmen fördern, und den zuständigen Behörden der Bundesländer. Das reduziert administrativen Aufwand, beschleunigt Verfahren und schafft mehr Transparenz beim Einsatz öffentlicher Mittel.
ÖIF setzt Standards für transparente Integrationsförderung
Als einzige Einrichtung in Österreich stellt der ÖIF vollumfänglich relevante Daten zu geförderten Deutschkursen, Integrationsprüfungen sowie Werte- und Orientierungskursen tagesaktuell über die Integrationsschnittstelle bereit. Dazu zählen unter anderem Kursbeginn und -ende, Prüfungsergebnisse, Abwesenheiten und Kursabbrüche. Täglich werden durch den ÖIF bis zu 7.500 Datensätze aktualisiert. Zusätzlich werden jährlich rund 276.000 Dokumente, darunter Kursbesuchsbestätigungen und Prüfungszeugnisse, über die Integrationsschnittstelle bereitgestellt. Damit schafft der ÖIF eine wesentliche Datengrundlage für die Überprüfung von Integrationspflichten sowie für die evidenzbasierte Evaluierung und Weiterentwicklung von Integrationsmaßnahmen.
Steiermark setzt auf umfassende digitale Zusammenarbeit
Das Land Steiermark ist vollumfänglich an die aktuelle Version der Integrationsschnittstelle angebunden. Informationen zu Kursbesuchen, Abwesenheiten und Prüfungsstatus stehen den zuständigen Stellen damit tagesaktuell zur Verfügung. Der ÖIF unterstützt die leistungsauszahlenden Behörden zudem mit Schulungen zur Nutzung der Schnittstelle.