Österreichs WM-Reise geht weiter: Saša Kalajdžić schießt Nationalteam ins Sechzentelfinale
Saša Kalajdžić jubelt nach einem Torerfolg. ©APA-Images / APA / GEORG HOCHMUTH
Die österreichische Nationalmannschaft zieht nach dem Erfolg gegen Algerien ins Sechzentelfinale der Weltmeisterschaft ein. Nach dem Schlusspfiff sprach Saša Kalajdžić im ORF-Interview über die Partie: „Alles ist so schnell gegangen.“
Dessen persönlicher Werdegang zeigt, welche Chancen Integration eröffnen kann. Hinter seiner sportlichen Laufbahn steht eine persönliche Geschichte, die eng mit Österreich verbunden ist. Kalajdžić wurde 1997 in Wien geboren. Seine Eltern, bosnische Serben, kamen während des Bosnienkriegs nach Österreich und fanden hier Schutz. Kalajdžić wuchs in Österreich auf, machte seine ersten Schritte im Fußball und entwickelte sich über den Nachwuchs bis zum Nationalspieler. Sein Werdegang zeigt, welche Möglichkeiten sich eröffnen können, wenn Menschen nach ihrer Flucht in Österreich Perspektiven erhalten und diese durch Engagement und Eigenleistung nutzen. Sprache, Bildung, gesellschaftliche Teilhabe und der Zugang zu Vereinen und Gemeinschaften bilden dabei wichtige Grundlagen für eine gelungene Integration.
Vielfalt als Stärke des Nationalteams
Das österreichische Nationalteam vereint Spieler mit unterschiedlichen Lebensgeschichten und familiären Wurzeln. Entscheidend sind nicht Herkunft oder Lebensgeschichte, sondern Einsatzbereitschaft, Leistungswille und Teamgeist. Im 26-köpfigen WM-Kader stehen mehrere Spieler mit familiären Wurzeln außerhalb Österreichs, darunter Marko Arnautović, David Alaba, Kevin Danso, Phillipp Mwene, Saša Kalajdžić und Carney Chukwuemeka. Gemeinsam vertreten sie Österreich auf internationaler Ebene und verdeutlichen, wie Vielfalt und Zusammenhalt zu gemeinsamen Erfolgen beitragen können.