26.02.2026, 13:47 Uhr

Rascher Einstieg in die Arbeit: 450 Flüchtlinge und Vertriebene bei ÖIF-Karriereplattform in Wien

Integrationsministerin Claudia Bauer besucht ÖIF-Karriereplattform im HUMA Eleven – Direkter Kontakt zu Arbeitgebern für Teilnehmer/innen aus Deutschkursen

Rund 450 arbeitssuchende Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte sowie ukrainische Vertriebene aus ÖIF-Deutschkursen nutzten am 26. Februar 2026 bei der Karriereplattform des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) im Einkaufszentrum HUMA Eleven in Wien die Möglichkeit, direkt mit potenziellen Arbeitgebern in Kontakt zu treten. Neben Unternehmen aus dem HUMA Eleven informierten unter anderem die Österreichische Post AG, die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und die Wiener Stadtwerke über offene Stellen, Einstiegs- und Ausbildungsmöglichkeiten – auch für Personen mit noch geringen Deutschkenntnissen. Integrationsministerin Claudia Bauer besuchte die Karriereplattform und tauschte sich mit Unternehmensvertreter/innen sowie arbeitssuchenden Teilnehmer/innen aus.

Claudia Bauer, Integrationsministerin: „Wer in Österreich lebt, soll Deutsch lernen, arbeiten gehen und sich an unsere Werte halten. Und genau dafür ist der Arbeitsplatz entscheidend - nirgends lernt man die Sprache schneller. Arbeit bedeutet Teilhabe, Selbstständigkeit und Integration. Die ÖIF-Karriereplattform bringt Menschen, die arbeiten wollen, direkt mit Unternehmen zusammen. Unser Ziel ist klar: Deutschlernen und Arbeiten müssen so früh wie möglich Hand in Hand gehen, damit Integration rasch gelingt und die Menschen auf eigenen Beinen stehen können.“

Roland Goiser, stellvertretender Direktor des Österreichischen Integrationsfonds: „Integration gelingt am besten durch Deutschlernen und Arbeiten. Deshalb bringen die ÖIF-Karriereplattformen arbeitssuchende Teilnehmer/innen aus den Deutschkursen und Unternehmen direkt zusammen – damit Deutschlernen und Arbeiten so früh wie möglich verknüpft werden.“

Berufschancen in Österreich: Bereits über 28.000 Teilnehmer/innen bei ÖIF-Karriereplattformen 

Die vom ÖIF in ganz Österreich durchgeführten Karriereplattformen bringen Unternehmen und arbeitssuchende Teilnehmer/innen aus ÖIF-Deutschkursen zusammen. Die Teilnehmer/innen können vor Ort Gespräche mit potenziellen Arbeitgeber/innen führen, sich auf offene Stellen bewerben oder ein Bewerbungsgespräch vereinbaren. Bereits über 90 Unternehmen, darunter Lidl, REWE, IKEA und die Österreichische Post AG, sind im Rahmen von Info-Veranstaltungen direkt mit Bewerber/innen in Kontakt gekommen und haben Zuwander/innen über offene Stellen sowie Einstiegs- und Beschäftigungsmöglichkeiten mit noch geringen Deutschkenntnissen informiert.  Über 28.000 Zuwander/innen haben bisher an über 180 ÖIF-Karriereplattformen in ganz Österreich teilgenommen. Der ÖIF informiert im Rahmen der Veranstaltung auch über berufsbegleitende Deutschlernmöglichkeiten und unterstützt die Teilnehmer/innen durch CV-Checks und das Anfertigen von professionellen Bewerbungsfotos beim raschen Arbeitsmarkteinstieg. Mehr Informationen unter www.karriereplattform.at.

Arbeiten und Deutsch lernen: ÖIF bietet umfassendes Angebot zum berufsbegleitenden Deutschlernen

Pflege, Tourismus, Handel oder Gastronomie – in vielen Branchen fehlen in Österreich Arbeitskräfte. Um Flüchtlinge, Vertriebene und Zuwander/innen beim Deutschlernen parallel zum Arbeiten zu unterstützen, bietet der ÖIF berufsbegleitende Deutschkurse zu Randzeiten sowie Deutschkurse in Unternehmen an. Neben Deutschkursen bei Kursträgern stellt der ÖIF auf Sprachportal.at, der größten frei zugänglichen Online-Deutschlernplattform im deutschsprachigen Raum, eine Reihe an täglichen Online-Deutschkursen und berufsspezifischen Online-Kursen zu Hotel- und Gastgewerbe, Lebensmittelhandel und Pflege- und Gesundheitsberufen zur Verfügung, die ortsunabhängig und berufsbegleitend besucht werden können. Ab sofort stehen am ÖIF-Sprachportal zudem pro Woche 14 kostenlose Online-Deutschkurse zur Verfügung, die speziell auf Personen mit geringen Deutschkenntnissen ausgerichtet sind und praxisnah auf den Berufseinstieg vorbereiten. Die Teilnehmer/innen lernen dabei laufend neue Berufsbilder kennen, erwerben Redewendungen und Fachbegriffe und üben berufsspezifische Gesprächssituationen – etwa aus der Gastronomie, Hotellerie, Pflege, Tourismus oder dem Lebensmittelhandel. 

  • Ministerin Claudia Bauer im Austausch bei einer ÖIF-Karriereplattform
    ©Soldatenko Olha

    Auch Integrationsministerin Claudia Bauer besuchte die ÖIF-Karriereplattform am Huma Eleven. © Olha Soldatenko/ÖIF

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  • Besucherinnen und Besucher bei der ÖIF-Karriereplattform im Einkaufszentrum Huma Eleven.
    ©Soldatenko Olha

    Über 450 arbeitssuchende Teilnehmer/innen aus ÖIF-Deutschkursen nahmen an der ÖIF-Karriereplattform im HUMA Eleven teil. © Olha Soldatenko/ÖIF

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  • Gruppenfoto bei einer ÖIF-Karriereplattform im Huma Eleven
    ©Soldatenko Olha

    v.l.n.r.: Sonja Ziganek (ÖIF), Christian Unterberger (ÖBB), Roland Goiser (ÖIF), Integrationsministerin Claudia Bauer, Stephan Kalteis (HUMA Eleven), Silke Kobald (Hilfswerk), Franz Nigl (Österreichische Post AG), Paul Schörghofer (Hilfswerk) © Olha Soldatenko/ÖIF

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