22.06.2026, 12:32 Uhr

Rascher Einstieg in die Lehre: 150 Flüchtlinge und Vertriebene informierten sich bei ÖIF-Karriereplattform in Salzburg über Lehrberufe

ÖIF bringt arbeitssuchende Teilnehmer/innen aus Deutschkursen und Unternehmen mit Arbeitskräftebedarf zusammen / Zwei Drittel der Mangelberufe können über die Lehre erlernt werden

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v.l.n.r. Miguel Zarco (Leitung ÖIF-Integrationszentrum Salzburg), Edwin Schäffer (Leitung Büro für Grundsatzangelgenheiten), Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek, Integrationsministerin Claudia Bauer, Roland Goiser (Stv.Direktor ÖIF) und Olena Stanko (Leitung Team Berufschancen im ÖIF) ©Olha Soldatenko/ÖIF

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Integrationsministerin Claudia Bauer und Salzburgs Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek besuchten die Karriereplattform Lehre des ÖIF. ©Olha Soldatenko/ÖIF

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Eröffnet wurde die Karriereplattform von Roland Goiser (Stv.Direktor ÖIF), Integrationsministerin Claudia Bauer und Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek. ©Olha Soldatenko/ÖIF

Flüchtlinge möglichst rasch in Arbeit zu bringen und Unternehmen bei der Suche nach Arbeitskräften zu unterstützen – das ist das Ziel der Karriereplattformen des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF). Über 150 arbeitssuchende Flüchtlinge, subsidiär Schutzberechtigte und ukrainische Vertriebene nutzten am Montag in Salzburg die Gelegenheit, sich direkt bei Unternehmen über Lehrberufe, Ausbildungswege und Beschäftigungsmöglichkeiten zu informieren. Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), die REWE Group, mehrere Hotelbetriebe, Personalunternehmen sowie die Wirtschaftskammer Salzburg informierten über offene Lehrstellen. Integrationsministerin Claudia Bauer und Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek eröffneten die Veranstaltung. Mit Karriereplattformen bringt der ÖIF Unternehmen mit Arbeitskräftebedarf direkt mit arbeitssuchenden Teilnehmer/innen aus ÖIF-Deutschkursen zusammen.

Integrationsministerin Claudia Bauer: „Wer in Österreich lebt, muss Deutsch lernen, arbeiten und unsere Werte respektieren. Ein Arbeitsplatz spielt für gelingende Integration eine zentrale Rolle, denn nirgends lernt man Deutsch schneller als im beruflichen Alltag. Deutschlernen und Arbeiten müssen so früh wie möglich Hand in Hand gehen, damit Integration rasch gelingt und Menschen schnell auf eigenen Beinen stehen können. Mit den ÖIF-Karriereplattformen bringen wir Menschen, die arbeiten und sich in Österreich einbringen wollen, direkt mit Unternehmen zusammen. Diese Unternehmen zeigen dabei ganz konkret, welche Chancen und Einstiegsmöglichkeiten der österreichische Arbeitsmarkt bietet.“

Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek: „Die Aufnahmegesellschaft erwartet sich von Asylberechtigten eine zielstrebige Arbeitsmarktintegration, die in der Praxis aber häufig noch schleppend verläuft. Daher ist es wichtig, das Instrument der Karriereplattformen offensiv zu nutzen, um Spracherwerb und Berufsorientierung möglichst früh zu verknüpfen.“

Roland Goiser, stellvertretender Direktor des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF): „Integration gelingt am besten durch Deutschlernen und Arbeiten. Deshalb bringen die ÖIF-Karriereplattformen arbeitssuchende Teilnehmer/innen aus den Deutschkursen und Unternehmen direkt zusammen – damit Deutschlernen und Arbeiten so früh wie möglich verknüpft werden.“ 

Zwei Drittel der Mangelberufe können durch eine Lehre erlernt werden

Über 150 Teilnehmer/innen nutzten die Gelegenheit, um mit potenziellen Arbeitgeber/innen ins Gespräch zu kommen und aus erster Hand Informationen über Ausbildungswege und Karriereperspektiven zu erhalten. Die ÖBB, die REWE Group, das Hampton by Hilton Salzburg, das Sheraton Salzburg, das Familienresort Ellmauhof und das Schiehser Hotel sowie die Personalunternehmen Teampool und Trenkwalder Group stellten ihre Lehrstellen und Ausbildungsmöglichkeiten vor, die Wirtschaftskammer Salzburg informierte über Lehrberufe im Bundesland. Lehrberufe eröffnen langfristige berufliche Perspektiven und leisten zugleich einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels. Zwei Drittel der derzeitigen Mangelberufe in Österreich können über eine Lehrausbildung erlernt werden.

Berufschancen in Österreich: Bereits 30.000 Teilnehmer/innen bei ÖIF-Karriereplattformen

Die vom ÖIF in ganz Österreich durchgeführten Karriereplattformen bringen Unternehmen mit Arbeitskräftebedarf und arbeitssuchende Teilnehmer/innen aus ÖIF-Deutschkursen zusammen. Unternehmen wie Lidl, REWE, IKEA und die Österreichische Post AG können im Rahmen von Info-Veranstaltungen direkt mit Bewerber/innen in Kontakt kommen und sie über offene Stellen, Lehrberufe sowie Einstiegs- und Beschäftigungsmöglichkeiten mit noch geringen Deutschkenntnissen informieren. Die Teilnehmer/innen können vor Ort Gespräche mit potenziellen Arbeitgeber/innen führen, sich auf offene Stellen bewerben oder ein Bewerbungsgespräch vereinbaren. Bereits über 30.000 Flüchtlinge, subsidiär Schutzberechtigte und ukrainische Vertriebene haben bisher an 200 ÖIF-Karriereplattformen in ganz Österreich teilgenommen. Der ÖIF informiert im Rahmen der Veranstaltung auch über berufsbegleitende Deutschlernmöglichkeiten und unterstützt die Teilnehmer/innen durch CV-Checks und das Anfertigen von professionellen Bewerbungsfotos beim raschen Arbeitsmarkteinstieg. Mehr Informationen unter www.karriereplattform.at.

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