Sensibilisierung gegen Antisemitismus: Mauthausen-Exkursion mit Flüchtlingen und subsidiär Schutzberechtigten
Die Exkursion nach Mauthausen bot Flüchtlingen und subsidiär Schutzberechtigten die Möglichkeit zur spezifischen Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus. ©ÖIF
In einer abschließenden Reflexionseinheit konnten die Teilnehmer/innen verbliebene Fragen sowie die Eindrücke ihres Besuchs zur Sprache bringen. ©ÖIF
Im Rahmen einer neuen Kooperation des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) mit der KZ-Gedenkstätte Mauthausen und der Claims Conference (Conference on Jewish Material Claims Against Germany) besuchte eine Gruppe von 33 Flüchtlingen und subsidiär Schutzberechtigten am 14. Juli das ehemalige Konzentrationslager Mauthausen.
Ganztägiges Bildungsangebot
Die Kooperation – Teil des umfassenden Programms des ÖIF zur Aufklärung über und Bekämpfung von Antisemitismus – bietet Flüchtlingen und subsidiär Schutzberechtigten die Möglichkeit zur spezifischen Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus. In einem ganztägigen Programm mit Start in Wien konnten Teilnehmer/innen mehr über das dunkelste Kapitel der österreichischen Geschichte erfahren. Dazu wurde das breite Vermittlungsprogramm der KZ-Gedenkstätte durchgehend von ÖIF-Dolmetscher/innen begleitet.
Aufklärung und Reflexion
Nach einer Einführung machten sich die Teilnehmer/innen, aufgeteilt auf zwei Sprachgruppen (Arabisch und Dari/Farsi), auf einen mehr als zweistündigen Rundgang durch das KZ-Areal und lernten so die Anlage und einzelne Bereiche des Lagers kennen. Dabei erhielten sie Einblicke in das erschütternde System der Gewalt, das das Konzentrationslager beherrschte, und in die menschenverachtende Ideologie des NS-Regimes. In einer abschließenden Reflexionseinheit konnten die Teilnehmer/innen verbliebene Fragen sowie die Eindrücke ihres Besuchs zur Sprache bringen.
Praxistag Integration – Geschichte und Demokratie in Österreich
Der Besuch der Gedenkstätte fand im Rahmen des Praxistags Integration des ÖIF statt. Dieses Programm bietet Flüchtlingen, subsidiär Schutzberechtigten und ukrainischen Vertriebenen die Möglichkeit, sich in vertiefter Form mit der Geschichte, Kultur und Demokratie in Österreich auseinanderzusetzen. Dazu werden Exkursionen zu wichtigen Gedenkstätten, ehrenamtlichen Organisationen, wichtigen kulturellen Einrichtungen und Institutionen organisiert und von Dolmetscher/innen begleitet.
Weitere Informationen zu den Maßnahmen des ÖIF zur Vermittlung von Werte- und Orientierungswissen finden Sie im Bereich Werte und Orientierung auf der ÖIF-Website.